Die "Alte Pfefferküchlerei" in Weißenberg, ein Paradies nicht für für Feinschmecker


Heute würde man vielleicht eher von einer Lebkuchenmanufaktur sprechen, aber im sächsischen Weißenberg, zwischen Bautzen und Görlitz gelegen, heißt diese Spezialität Pfefferkuchen und das einzigartige Gebäude, in dem diese leckere Spezialität hergestellt wurde, war die "Pfefferküchlerei".

Ein Haus mit sehr langer Geschichte, Mitte des 17.Jahrhunderts erbaut, wurde hier über 300 Jahre in Familientradition Pfefferkuchen hergestellt. Heute beherbergt das Haus ein Museum, das wohl einzigartig in Europa ist und nicht nur die Kunst und Tradition der Pfefferkuchenherstellung zeigt, sondern gleichzeitig einmalige Einblicke über das Leben der Menschen gewährt, die dieses traditionelle Handwerk ausführten.


Das alte Fachwerkständerhaus am Marktplatz von Weißenberg war über Jahrhunderte nicht nur Produktionsstätte und Ladenlokal der Pfefferküchler, sondern auch ihr Wohnhaus. Die Räume sind im Originalzustand und man fühlt sich in andere Zeit versetzt, wenn man die Wohnstube oder die Schlafkammer betritt.


Natürlich erfährt man auch sehr viel über die Herstellung von Pfefferkuchen, das Ansetzen des Teigs mit wertvollen Gewürzen, die lange Lagerung, das Brechen des Teigs mit einem seltsam aussehenden Werkzeug.





Nach dieser mühevollen und langwierigen Zubereitung wurde der Teig dann in künstlerisch gestaltete Modeln gedrückt und gebacken. Das Schnitzen der Modeln gehörte auch zu den geforderten Fähigkeiten der Pfefferküchler.


Gebacken wurde dann im Ofen der hauseigenen Küche.


Im ehemaligen Ladenlokal kann der Besucher heute, neben spannenden Informationen, auch Pfefferkuchenspezialitäten kaufen.


Das Museum "Alte Pfefferküchlerei" Weißenberg führt nicht nur in die äußerste interessante Geschichte der Pfefferkuchenherstellung, vielmehr zeigt es eindrucksvoll die 300 jährige Geschichte einer besonderen Familie, der Pfefferküchler aus Weißenberg.

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