Wenn Steine erzählen könnten, unterwegs in der Wasserburg Kapellendorf


Wenn Steine erzählen könnten, diese Frage bewegt mich immer, wenn ich alte Burgen oder Schlösser besuche. So auch bei meinem Besuch der Wasserburg Kapellendorf, eine interessante Anlage mit bewegter Geschichte.

Die Burg liegt beschaulich im Ortskern von Kapellendorf, ein kleiner Ort in der Nähe von Apolda, im Weimarer Land. Sie blickt auf eine lange Geschichte zurück, gebaut im 12. Jahrhundert durch die Burggrafen von Kirchberg, gehört die Burg heute der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Ihre ehemalige Nutzung als Wasserburg ist heute noch an den Wassergräben um die Burg zu erkennen.


Den Beinamen "Raubritterburg" verdankt die Burg einem Ereignis in Jahr 1451. Damals verschanzten sich zwei Raubritter in der Burg und konnten erst nach mehrwöchiger Belagerung zur Aufgabe bewegt werden. Danach war es lange Zeit ruhig um die Burg, bis sie 1806 wieder von sich reden machte. Bei den Schlachten in Jena und Auerstedt diente sie der preußischen Armee als Hauptquartier. Heute wird die Burg als Museum und Veranstaltungsort genutzt. Das Geschehen um 1806 ist sehr anschaulich in verschiedenen Dioramen.





Aber auch aus anderen Zeiten bietet das Museum interessante Exponate, ein Besuch lohnt sich.






Das ansprechende Außengelände der Burg ist die perfekte Bühne für Konzerte, Kabarett und Theatervorführungen, kein Wunder, dass rund ums Jahr ein reichhaltiges Veranstaltungsangebot bereit steht.







Ein spannender Ort, die Wasserburg in Kapellendorf. Mehr Informationen zur Burg, den Veranstaltungen und zu den Öffnungszeiten gibts über diesen Link.