Donnerstag, 6. April 2017

Lebenswelten, eine Ausstellung die fasziniert und nachdenklich macht


Lebenswelten, die Natur- und Umwelt- Erlebnisausstellung in Landsweiler-Reden hatte ich heute besucht und war sehr beeindruckt, ein tolles Projekt, das die Macher von proWin pro nature da auf die Beine gestellt haben.

ProWin pro nature ist eine Stiftung des pro WIN Firmengründers Ingolf Winter und seines Sohnes Michael Winter mit der Zielsetzung sich für den Schutz und Erhalt der Natur einzusetzen (proWIN ist ein Vertriebsunternehmen für ökologische Reinigungsmittel). Dieser Zielsetzung folgt die Ausstellung Lebenswelten, die einen einzigartigen Blick in die faszinierende Artenvielfalt und Lebensräume der Natur gewährt und gleichzeitig deren Zerbrechlichkeit und Gefährdung deutlich macht, für die in ersten Linie wir Menschen verantwortlich sind.

Unsere Verantwortung
Dies wird gleich an der ersten Station der Ausstellung deutlich, die zeigt, wie wir mit einem der wichtigsten Lebensräume, dem Meer umgehen.


Gigantische Mengen Plastikmüll gelangen durch uns ins Meer, mittlerweile geht man davon aus, dass der Plastikmüll im Meer etwa 1/5 des gesamtem Gewichts aller Meeresbewohner entspricht, ein absoluter Wahnsinn. Dabei wäre es sehr einfach das zu ändern, wir müssten nur vernünftig mit unserem Plastikmüll umgehen, nach Möglichkeit vermeiden oder zumindest ordentlich entsorgen.

Faszination Natur entdecken
Im weiteren Teil der Ausstellung stellen ansprechende Foto- und Videoaufnahmen die einmalige Schönheit verschiedener Lebensräume vor. Ich war begeistert von den eindrucksvollen Darstellung verschiedener Haiarten.


Ein Tierart die mich fasziniert. Rund 500 verschiedene Arten gibt es, darunter Riesen, wie den Walhai mit 14m Länge und 12 Tonnen Gewicht oder den kleinsten Hai, der Zwerg Laternenhai, gerade mal 16 cm groß und 150 Gramm schwer. Haie sind ein absolutes Erfolgsmodell der Natur, seit über 300 Millionen Jahren im Einsatz und kaum verändert, eine Meisterleistung der Natur. Leider haben viele Menschen ein falsches Bild von Haien, hervorgerufen durch Filme wie z. B. der Weiße Hai. Steven Spielberg hat zwar einen sehr erfolgreichen Thriller produziert, aber den Haien mit Sicherheit keinen Gefallen getan, solche Filme tragen dazu bei, dass viele Menschen ein falsches Bild von Haien haben und in ihnen nur blutrünstige Monster sehen, was absolut falsch ist. So etwa 10 Menschen sterben weltweit durch Haiangriffe jährlich, im gleiche Zeitraum werden 25000 Menschen weltweit durch Hundebisse getötet, das relativiert unsere Wahrnehmung. Haie gehören zu den gefährdetsten Tierarten auf unserer Erde und brauchen unsere Hilfe, der erste Schritt dazu ist diese Tiere kennen zu lernen und zu verstehen dazu leistet die Ausstellung Lebenswelten einen sehr wichtigen Beitrag.





Neben dem Lebensraum Meer bietet die Ausstellung auch spannende Eindrücke in andere Lebenswelten.


Wer macht sowas?
Nachdenklich wird man an der Station des Zolls, hier werden Exponate gezeigt, die beim Zoll beschlagnahmt wurden. Sie zeigen, dass immer noch seltene Tiere getötet werden nur um ein Stück Leder für einen Gürtel oder ein Geldbörse zu erhalten.



Spielerisch lernen
Interessant sind die interaktiven Exponate, an denen man verschiedene Naturphänomene selbst entdecken kann.



Ich kann Ihnen einen Besuch nur empfehlen, für Familien mit Kindern, Schulklassen und naturbegeisterte Menschen eine tolle Sache.




Hier können Sie wirklich abtauchen in eine andere Welt, im wahrsten Sinn des Wortes.



Ausstellung Lebenswelten

2. April bis 30. Juli 2017

Waschkaue am Erlebnisort Reden
Am Bergwerk Reden 11
66578 Schiffweiler

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag sowie an Sonn- und Feiertagen von 10.00 bis 18.00 Uhr

Eintritt frei

Mehr Informationen über diesen Link.