Donnerstag, 2. Februar 2017

Der Vogel des Glücks kehrt heim.


Am 2. Februar sind die ersten Kraniche über das Saarland gezogen, ist der Winter schon vorbei?
Es ist eines der faszinierendsten Schauspiele der Natur, der Zug der Kraniche. Rund 300000 Kraniche werden in der nächsten Zeit Deutschland überqueren, auf dem Weg zurück aus den Winterquartieren in Frankreich, Spanien und Nordafrika. Charakteristisch ist dabei die typische V-förmige Flugformation und ihr trompetenartiger Ruf.

Das Flugbild der Kraniche ähnelt dem der Wildgänse, allerdings kann man sie mit etwas Übung gut unterscheiden. Kraniche sind deutlich größer als Wildgänse, haben längere Beine, die beim Flug weit über die Schwanzfedern hinausragen, im Gegensatz zu Wildgänsen.


Der Kranich gehört zu den Schreitvögeln und kann eine Körpergröße von bis zu 130 cm erreichen, bei einer Flügelspannweite von ca. 230 maximal. Männliche und weibliche Tiere sind äußerlich schwer zu unterscheiden, jedoch sind die Männchen etwas größer.
Der Kranich war lange eine sehr seltene Vogelart in Deutschland, durch intensive Schutzmaßnahmen konnten sich die Bestände erholen, heute brüten rund 8000 Kranichpaare in Deutschland.
Die Futterpalette des Kranichs ist sehr vielseitig und reicht von Feldpflanzen, Beeren, Getreide bis hin zu Insekten, Würmern und kleineren Wirbeltieren. Als Lebensraum bevorzugt er feuchte und nasse Flächen wie, Moore und Feuchtwiesen. Als Schlafplätze dienen ihm Sumpfgebiet und Flächen mit niedrigem Wasserstand.
Kranichpaare sind sehr treu und bleiben meist ein Leben lang zusammen. Wenn die Kraniche im Frühjahr zurückkommen beginnt für sie eine neue Brutsaison. Ihr Nest bauen sie  am Boden und in der Regel besteht das Gelege aus 2 Eiern.
Ein ausgewachsener, gesunder Kranich hat bis auf den Seeadler bei uns keine natürlichen Feinde. Dem Gelege oder Jungtieren können Füchse, kleinere Raubtiere, Wildschweine und Greifvögel gefährlich werden, die aber in der Regel von den Alttieren vertrieben werden. Viel gefährlicher für den Kranich sind Freileitungen, Windkraftanlagen und der Verlust an geeigneten Lebensräumen. 

In zahmer Haltung kann ein Kranich mit viel Glück bis zu 40 Jahre alt werden, in der Natur ist die Lebenserwartung deutlich geringer. 


Der Kranich hat zu allen Zeiten Menschen fasziniert, er gilt als Vogel des Glücks in China symbolisiert er Weisheit und ein langes Leben, in der griechischen Mythologie ist er zudem ein Symbol der Wachsamkeit und der Klugheit. So gesehen sollten wir wachsam und klug sein, um die Lebensbedingungen des Glücksvogels zu erhalten und zu verbessern.