Freitag, 2. Dezember 2016

Dieser Klumpen "Dreck", ein Bakterienkiller?



Was hier aussieht wie ein Klumpen Straßendreck ist Propolis, ein Produkt der Bienen mit ganz besonderen Eigenschaften, auch für uns Menschen.

Die Apotheke der Bienen
Propolis ist eine klebrige-harzige Substanz die die Bienen aus Baumharz herstellen und mit körpereigenen Substanzen anreichern. Überwiegend nutzen sie dazu das Harz von Birken, Buchen, Fichten und Pappeln. Sie sammeln das Harz in ihren Körbchen an den Hinterbeinen, in denen normalerweise Blütenpollen transportiert werden und bringen es in den Bienenstock. 


Dort helfen andere Bienen die kostbare Fracht abzuladen und weiter zu verarbeiten. Sie geben Speichel, Pollenöl und Wachs zu, vermischen und zerkauen die Masse intensiv. Propolis besteht zu etwa 55% aus Harz, 30% Bienenwachs, 10% ätherische Öle rund 5% Blütenpollen geringe Anteile organische Stoffe und zu 2% aus einem Stoffgemisch, im wesentlichen Mineralstoffe, Spurenelemente und anderen chemischen Elementen. Eine besondere Bedeutung kommt den Flavonoiden (Pflanzenstoffe) zu, denen in erster Linie die heilende Wirkung zu gesprochen wird. Im Propolis konnten bisher rund 200 verschiedene Stoffe nachgewiesen werden, die in ihrer Kombination die besondere heilsame Wirkung dieses Bienenproduktes ausmachen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass dieser besondere Stoff schon seit tausenden von Jahren die Menschen fasziniert und als Heilmittel eingesetzt wird. Hippokrates heilte mit Propolis Geschwüre, Aristoteles verordnete es bei Hauterkrankungen und die Inkas setzen es zur Fieberbekämpfung ein. Mit diesem Material dichten die Bienen ihren Stock ab und desinfizieren ihn. Legt die Bienenkönigin ihre Eier ab, überziehen die Bienen die Eier mit einer dünnen Schicht Propolis und beugen so möglichem Pilzbefall vor. Propolis wirkt antibakteriell und beugt so Krankheiten im Bienenvolk vor. Die Menge des erzeugten Propolis kann bis zu 500g im Jahr betragen. 

Spannend in diesem Zusammenhang ist, dass nicht nur die Bienen Baumharz als Apotheke nutzen. Auch bei den Waldameisen kennt man dieses Verhalten. Ameisen sammeln Baumharz und lagern dies tief in ihrem Ameisenhaufen ein. Sie verhindern damit Krankheiten die von Bakterien und Pilzen ausgehen. So gesehen ist Baumharz ein ganz besonders interessanter Stoff, der eventuell auch für uns in Zukunft von besonderer Bedeutung sein wird.

Seit langer Zeit ist Propolis ein beliebtes Mittel in der Naturheilkunde. Es findet Verwendung bei Erkrankungen im Nasen-Rachenraum ist deshalb Bestandteil bei Heilmittel gegen Husten, Halsschmerzen. Die entzündungshemmende Wirkung wird auch bei Verletzungen genutzt zur Beschleunigung der Wundheilung und in der Zahnmedizin bei Parodontose und Karies. Ich nutzte täglich eine Zahncreme mit Propolis und bin damit sehr zufrieden.
Interesse an Propolis Zahncreme, hier sind weitere Infos und Bestellmöglichkeiten.

Ansonsten haben wir im Haushalt Propolistropfen und Salbe, die kann man beim Imker oder in der Apotheke beziehen, hilft sehr gut bei kleineren Verletzungen.



Auch schreibt man Propolis eine immun-stimulierende Wirkung zu und nutzt es zu Aufbau der körpereigenen Abwehrkräfte. Neuste Forschungen geben Anlass zur Hoffnung, dass die Bienenmedizin auch bei der Krebsbekämpfung erfolgreich eingesetzt werden kann.

Der Imker gewinnt die Substanz dadurch, dass er die abgedichteten Stellen in Bienen abkratzt, oder gezielt ein Kunststoffgitter im Bienenstock anbringt, dass die Bienen dann mit Propolis abdichten. Ist dieses Gitter dann abgedichtet wird es in den Gefrierschrank gegeben, das Propolis wird spröde und kann dann einfach von Gitter entnommen werden. Die Weiterverarbeitung erfolgt dann entweder aufgelöst in Alkohol oder fein gemahlen als Grundstoff für Salben und Tabletten.

Im alten Ägypten wurde Propolis auch bei der Herstellung von Mumien eingesetzt. Grundlage war eine interessante Beobachtung am Bienenstock. Gelangt eine Maus in einen Bienenstock ist sie natürlich nicht willkommen. Die Bienen verjagen die Maus, reagiert sie nicht darauf wird sie gestochen, unter Umständen solange bis sie tot ist. Dann liegt eine tote Maus im Bienenstock, bei den Bedingungen im Stock würden sich in kurzer Zeit Fäulnisbakterien entwickeln und die Bienen gefährden. Was machen die Bienen dagegen? Sie umhüllen die tote Maus mit Propolis, dadurch verwest die Maus nicht sondern trocknet ein, wie eine Mumie.