Mittwoch, 28. September 2016

#Deutschlandtour2016, skurrile Waldbewohner


Im Wald kann man manchmal seltsame Wesen entdecken. Jetzt im Herbst ist in manchen Gegenden in Deutschland ein äußerst skurriler Pilz zu sehen.



Hexeneier nennt man die eiförmig aussehende frühe Entwicklungsstufe stinkmorchelartiger Pilze. Aus diesem Ei entwickeln sich später teilweise skurril aussehende Fruchtarme mit Pilzsporen, die dann vom Wind oder von Insekten verbreitet werden und zur Fortpflanzung der Pilze dienen. Besonders interessant ist diese auffällige Wuchsform beim relativ selten vorkommenden Tintenfischpilz.
Ursprünglich ist dieser Pilz in Australien, China und Afrika heimisch, nach Deutschland wurde er durch Warenimporte eingeschleppt.
In Europa fiel der Pilz zum ersten Mal 1913 auf, in Karlsruhe wurden 1934 die ersten Exemplare in Deutschland entdeckt. Er bevorzugt Waldgebiete und erscheint bei uns von Frühsommer bis in den späten Herbst.

Nicht essbar!
Der Pilz wächst zunächst als drei bis fünf Zentimeter breites, eiförmiges Gebilde heran - das sogenannte Hexenei.

Aus diesem entwickeln sich dann vier ungefähr zehn Zentimeter lange, intensiv rote, tintenfischähnliche Fruchtkörper, die zunächst miteinander verbunden sind.

Später breiten sie sich aus und verströmen dabei einen intensiven Aasgeruch. Mit dieser Strategie lockt der Pilz Fliegen und Mistkäfer an, die dann seine Sporen verbreiten und für die Fortpflanzung der Spezie sorgen.

Ein interessanter Pilz, er ist nicht giftig, aber auch nicht zum Verzehr geeignet.