Freitag, 11. März 2016

Power für den Garten- Kompost





Bis zu 40% unserer Siedlungsabfälle bestehen aus Bioabfällen, Abfälle die wir sehr einfach einer Verwertung zuführen und die wertvollen Inhaltsstoffe nutzen können. Gesondert gesammelt kann man die Bioabfälle zu Kompost umwandeln und hat damit einen hervorragenden, natürlichen Dünger für den Garten und die Balkonpflanzen. 

Für die Verwertung der Bioabfälle gibt es verschiedene Möglichkeiten. Haben Sie einen eigenen Garten sollten Sie sich überlegen, ob Sie Ihre Bioabfälle nicht selbst kompostieren. Sie benötigen dazu einen halbschattigen Platz, der nach Möglichkeit vom Garten her gut erreichbar ist und der auch nicht zu nah an der Grundstücksgrenze liegt. 


Ob Sie auf diesem Platz einen Kompostbehälter aus Kunststoff aufstellen, oder eine Konstruktion aus Latten oder Mauerwerk mit Luftschlitzen bevorzugen, bleibt Ihnen überlassen. Einige Grundlagen sollten Sie allerdings beachten. Der Kompost muss Kontakt zum Erdreich haben, damit Mikroorganismen und Kleinlebewesen Zugang zum Kompost haben, denn ohne sie findet die Kompostierung nicht statt. Wasser muss ungehindert abfließen können, damit sich keine Staunässe und somit Fäulnis bilden kann. Zudem dürfen nur geeignete Abfälle auf den Komposthaufen wie z.B.:


Gemüse- und Obstabfälle, Hecken- und Grasschnitt, Eierschalen
Fleisch- und Fischabfälle sowie Wurstreste gehören auf keinen Fall auf den Kompost, sie führen zu massiver Geruchsbelästigung und ziehen Ungeziefer an. Samentragende Wildkräuter sollten Sie ebenfalls nicht auf den Kompost geben, die Samenkörner werden durch den Kompostierungsprozess oft nicht zerstört und wenn Sie dann Ihren Kompost aufbringen, sähen Sie gleichzeitig Wildkräuter.
Idealerweise sammelt man die Bioabfälle in einem gesonderten Behälter in der Küche und gibt ihn dann in den Komposter. Beim Einbringen die Schichten etwas vermischen, damit man eine lockere, durchmischte Struktur erhält, die den Kompostierungsvorgang beschleunigt. Je nach Temperatur und Vermischung kann der Kompostierungsvorgang bis zu 9 Monaten betragen. Dann schichtet man den Kompost um und kann den fertigen Kompost absieben.
Vielleicht haben Sie die Möglichkeit eine Kürbispflanze auf Ihrem Komposthaufen zu pflanzen. Der Kürbis liebt die Bedingungen im Kompost, die Kürbisblätter können den Kompost abdecken und verhindern ein Austrocknen, schmackhafte Kürbisfrüchte gibt’s gratis dazu.
Steht Ihnen kein Garten zur Verfügung können Sie Ihre Bioabfälle über die Biotonne entsorgen. Die Inhalte der Biotonne gelangen zu Kompostierungsanlagen, bei denen das gleiche Verfahren abläuft wie im Gartenkomposter, nur schneller und technisch optimiert.
Für die Biotonne gibt es genaue Vorgaben welche Abfälle hinein dürfen. Dies ist regional sehr unterschiedlich und abhängig von der Auslegung der örtlichen Kompostierungsanlagen. Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Entsorgungsverband oder das Umweltamt Ihrer Kommune. Den Kompost aus der Kompostierungsanlage können Sie in der Regel recht günstig erwerben und haben damit ebenfalls für Ihre Blumen oder Küchenkräuter einen wertvollen, natürlichen Dünger.


Ob in der Biotonne oder im eigenen Komposthaufen, die Kompostierung ist ein sehr preiswertes und umweltfreundliches Verfahren Bioabfälle zu entsorgen und einer neuen Verwendung zuzuführen. Kein Wunder ist die Kompostierung doch das natürlichste Entsorgungsverfahren überhaupt, ein Verfahren, das tagtägliche riesige Mengen Pflanzenabfälle in unseren Wäldern umwandelt.