Sonntag, 3. Januar 2016

Natur im Fokus-Spinnentiere



Veränderliche Krabbenspinne

Spinnentiere-nicht alle spinnen
Die Spinnentiere stellen eine recht artenreiche Tiergruppe dar, von denen die meisten als Jäger ihre Nahrung beschaffen. Interessant sind die unterschiedlichen Jagdmethoden, die die einzelnen Arten entwickelt haben.

Ein besonderer Vertreter der Spinnentiere, den man auch in vielen Gärten, Wäldern und Feldern noch beobachten kann ist die Gartenkreuzspinne. 


Durch ihre markante  Rückenfärbung, vier längliche Flecken und ein runder Fleck in der Mitte, die einem Kreuz ähnelt, ist sie leicht zu erkennen. Sie gehört zu den größten einheimischen Spinnenarten und die Weibchen sind mit bis zu 18mm Körperlänge deutlich größer als die Männchen.
Für den Beutefang spinnt die Kreuzspinne ein filigran wirkendes Netz, das sich aber durch geniale Materialeigenschaften auszeichnet. Betrachtet man ein Spinnennetz am Morgen, beladen mit Tautropfen, sieht man welche Lasten diese kleinen Fäden tragen können.
Mit diesem Netz fängt die Spinne Bienen, Fliegen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten. Im August beginnt die Paarungszeit der Spinnen, eine sehr gefährliche Zeit für die Spinnenmännchen. So manche Liebesnacht endet für die Spinnenmännchen in der Speisekammer der Kreuzspinne. Kreuzspinnen sind für Menschen nicht gefährlich, sie können zwar zubeißen, aber der Stich ist vergleichbar mit einem Mückenstich.

Eine andere interessante Spinnenart ist die „veränderliche Krabbenspinne“. Im Gegensatz zur Kreuzspinne baut diese kein Fangnetz, sondern schleicht sich an ihre Beute heran, springt sich blitzschnell an und tötet sie. Oft ist die Beute, Fliegen, Wespen, Bienen und Schmetterlinge deutlich größer als sie selbst. Die veränderliche Krabbenspinne ist ein Meister der Tarnung, sie kann ihre Körperfarbe dem Untergrund anpassen und wird so für ihre Opfer unsichtbar. Auch bei den Krabbenspinnen sind die Weibchen mit bis zu 10mm Körperlänge deutlich größer als die Männchen. Diese Spinnenart kann man auch in blütenreichen Gärten beobachten.
Genau wie die Gartenkreuzspinne gilt ihr Bestand nicht als bedroht.
Ein anderes Spinnentier hat allerdings ein Beutespektrum das für uns Menschen beunruhigender ist, die Zecke. Auch sie gehören zu den Spinnentieren. Zecken haben eine ganz spezielle Jagdmethode entwickelt. Sie lauern ihrer Beute auf, suchen sich dann auf der Haut geeignete Plätze und saugen das Blut ihrer „Beute“.

Zecke bei meinem Hund

Für Menschen können Zecken dann gefährlich werden, wenn sie Krankheiterreger übertragen. Bekannt und auch besonders gefährlich sind hier die Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephaltis kurz FSME genannt. Gegen die FSME gibt es Impfschutz, allgemein sollte man aber versuchen Zeckenbisse zu vermeiden. Hierzu gehört z.B. geeignete Kleidung in Waldgebieten, in den Zecken vorkommen, den Körper nach dem Waldbesuch absuchen. Ist man dennoch gebissen worden, sollte man die Zecke möglichst schnell entfernen, mit einer Zeckenzange oder Zeckenkarte. Zeigen sich Veränderungen an der Bissstelle oder war man in einem Gebiet mit infizierten Zecken unterwegs, sollte man zur Sicherheit seinen Hausarzt konsultieren. Ich empfehle Menschen die von Zecken gebissen werden, die Bissstelle mit einem Handy oder einer Digitalkamera zu fotografieren. Man hat dann die Körperstelle und auch das Datum dokumentiert, eine Information, die für einen Arzt bei später auftretenden gesundheitlichen Störungen sehr wichtig sein kann. Man soll die Gefahr, die durch Zeckenbisse entstehen kann durchaus ernst nehmen, aber nicht in Panik verfallen und keinen Waldspaziergang mehr machen. Bei entsprechender Vorsicht und Auferksamkeit kann man  nach wie vor, die heimische Natur in Wald und Wiesen genießen.