Montag, 4. Januar 2016

Natur im Fokus- die Zauneidechse






Die Zauneidechse-eine Sonnenanbeterin
Wie alle Reptilienarten liebt auch die Zauneidechse ausgiebige Sonnenbäder zur Regulierung ihrer Körpertemperatur. Sie gehört mit zu den häufigsten in Deutschland vorkommenden Eidechsenarten. 

Der Körperbau wirkt gedrungen, Schwanz und Beine sind recht kurz. Die Gesamtkörperlänge liegt bei etwas über 20 cm. In der Färbung sind die Tiere sehr variabel, aber besonders in der Paarungszeit, zeigen die Männchen eine intensive grüne Färbung. Zauneidechsen wechseln ihre Haut, sie häuten sich, der Zeitpunkt ist abhängig von Temperatur, Feuchtigkeit und Ernährungszustand des Tieres.
Ende April beginnt die Paarungszeit, die Eibablage, meist 5-14 Eier, erfolgt Ende Mai und je nach Bodentemperatur kann es bis zu 2 Monate dauern bis die kleinen Eidechsen schlüpfen, ihnen steht dann bei viel Glück eine Lebenserwartung bis zu 7 Jahren bevor.
Zauneidechsen sind nicht sonderlich wählerisch in der Wahl ihres Lebensraums. Sie besiedeln Trockenwiesen, Heideflächen, Bahntrassen, Steinbrüche, alte Kiesgruben und Waldränder. Im Herbst ziehen sie sich in geeignete Winterquartiere zurück.
Ihre Ernährung besteht überwiegend aus Insekten wie  Käfern, Heuschrecken, Fliegen, Spinnen, manchmal auch Ameisen und Würmer.


In Acht nehmen müssen sich die Zauneidechsen vor Greifvögeln, Marder, Fuchs, Schlangen, Storch und Reiher, auf deren Speisezettel sie begehrte Leckerbissen sind.
Gegen diese Feinde haben die Zauneidechsen eine besondere Verteidigungsstrategie entwickelt. Werden Sie von ihren Feinden am Schwanz gepackt, können sie einen Teil des Schwanzes abwerfen, damit ihre Feinde irritieren und die Zeit zur Flucht nutzen. Der Schwanz wächst wieder nach, allerdings nicht in der vollen ursprünglichen Länge.
Zu den Hauptgefahren der Zauneidechse gehört der Verlust von Lebensraum, intensive Forst- und Landwirtschaft und der Einsatz von Insektenvernichtungsmitteln.
Die Zauneidechse ist wie alle anderen Eidechsenarten bei uns geschützt.