Bald an die Wildbienen denken




Honigbienen und Wildbienen gehören zu den wichtigsten Tieren der Erde. Durch ihre Bestäubungsleistung sichern sie den Bestand vieler Pflanzenarten, die wiederum Nahrungsgrundlage vieler Tiere und letztlich auch von uns Menschen sind. 

Ein sehr hoher Anteil unserer Nutzpflanzen, darunter auch viele Obstarten sind von der Bestäubung durch Insekten abhängig. 


Würden die Bienen aussterben, wäre in Kürze auch kein menschliches Leben mehr auf der Erde möglich, keine Weisheit von mir, sondern eine Feststellung die man Albert Einstein zuschreibt.
Wildbienen haben besonders wichtige Funktionen, sie fliegen bei tieferen Temperaturen als die Honigbienen und sind so für die Bestäubung frühblühender Pflanzen von existenzieller Bedeutung. Rund 560 Wildbienenarten leben in Deutschland, rund 50% aller Arten sind in ihrem Bestand bedroht. Zu den Wildbienen zählen auch unsere Hummeln. Entgegen den Honigbienen, die in einem Volk organisiert sind, leben die meisten Wildbienenarten solitär, sie bilden keine Völker.
Eine besonders interessante Wildbienenart sind die Mauerbienen, von denen etwa 50 verschiedene Arten in Mitteleuropa leben.

Viele von ihnen nutzen Hohlräume im Boden in Ästen und Zweigen um ihre Brutkammern anzulegen. In einer solchen Brutröhre sind mehrere Zellen, in denen sich das Ei und ein Nahrungsvorrat aus Pollen und Nektar befindet. Ist die Larve geschlüpft, ernährt sie sich von den Vorräten in ihrer Zelle, häutet sich mehrfach, verpuppt sich und entwickelt sich zu einer flugfähigen Biene.
Einige Mauerbienen haben ganz besondere Ansprüche an ihre Nistquartiere. So nistet z.B. die Goldene Schneckenhaus Mauerbiene ausschließlich in leeren Schneckenhäusern. Das Haus einer Weinbergschnecke bietet ihr Platz für 10-12 Brutzellen.


Wildbienen kann man mit ganz einfachen Maßnahmen helfen, z.B durch Anlage eines Insektenhotels, hier gibt es viele Modelle im Handel, oder auch Bauanleitungen im Internet. 


Schilfrohre zugeschnitten in einer Dose oder in einem Blumentopf, an einer geschützten, sonnigen Stelle aufgehängt ist eine einfache Möglichkeit. Finden sie leere Schneckenhäuser in Garten, können sie diese ebenfalls an einer geschützten sonnigen Stelle auslegen, die Schneckenhaus Mauerbienen werden ihnen dankbar sein.
Weiterhin kann man durch Pflanzen von einheimischen Obstbäumen, Beerensträuchern und Blühpflanzen den Wildbienen einen geeigneten Lebensraum anbieten. Angst brauchen sie dabei nicht zu haben, Wildbienen sind nicht aggressiv. Es ist ein ganz besonderes Naturerlebnis Wildbienen im Garten oder auf dem Balkon bei ihrem Nestbau zu beobachten und ein ganz wichtiger Beitrag zum Naturschutz ist die Unterstützung der Wildbienen zudem.