Sonntag, 6. Dezember 2015

Ein seltsamer Kauz, der Rauhfußkauz





Der Rauhfußkauz gehört zu den kleineren Eulenarten. Mit einer Größe von bis zu 26 cm und einer Flügelspannweite von ca.50- 60 cm, ist er etwa so groß wie ein Steinkauz. Er hat allerdings einen deutlich größeren und rundlicheren Kopf.
 Männchen und Weibchen sind beim Rauhfußkauz äußerlich nicht zu unterscheiden. Seinen Namen hat die Eule von ihren dicht befiederten Füssen und Zehen, die pelzartig aussehen.

Bevorzugter Lebensraum sind Altholzbestände mit Buchen und Kiefern in denen sich Schwarzspechthöhlen befinden, die er zum Brüten nutzen kann. Auch geeignete Nisthilfen werden angenommen. Je nach Nahrungsangebot und Bruthöhlen kann das Revier des Kauzes bis zu 10 km² groß sein. Da er überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv ist kann, man ihn nur selten beobachten. Ausgewachsene Männchen sind sehr reviertreu, während die Weibchen je nach Witterung und Nahrungsangebot ihren Aufenthaltsort häufiger wechseln.
Rauhfußkäuze sind Einzelgänger und verpaaren sich nur saisonal. Je nach Witterung und Nahrungsangebot legt das Weibchen meist Anfang April bis zu 6 Eier, in Ausnahmefällen auch bis 8 Eier. 

Nach etwa 28 Tagen schlüpfen die Jungen, die zunächst nur vom dem Männchen versorgt werden. Diese übergibt am Höhleneingang das Futter an das Weibchen, dass dann die Jungen füttert. Fliegen die Jungen dann aus, werden sie von beiden Eltern versorgt.


Hauptbeute für den Rauhfußkauz sind Mäuse, auch kleinere Vögel können ihm zur Beute werden. Wie alle Eulen ist der Rauhfußkauz in Deutschland streng geschützt. Hauptgefahr für die Eule ist der Verlust an geeigneten Lebens- und Bruträumen. in der Natur kann er ein Alter von bis zu 15 Jahren erreichen. Zu seinen Feinden gehören größere Eulenarten, Greifvögel und Marder.