Donnerstag, 19. November 2015

Wildpferde im Saarland



Wildpferde-faszinierende Tiere
Leider gibt es bei uns im Saarland keine große Herde dieser besonderen Tiere, aber im Wild- und Wanderpark Weiskirchen kann man sie beobachten und das ist wirklich lohnenswert.

Pferde und vor allem Wildpferde üben auf viele Menschen eine ganz besondere Faszination aus, vielleicht weil sie durch ihre freie Lebensweise unsere eigenen Lebensträume in Erinnerung bringen. Allerdings trügt dieser Eindruck, die heute noch lebenden Wildpferde leben auch nicht mehr vollkommen wild, sondern in größeren Herden, die aber von Menschen betreut werden.

Ursprünglich waren Wildpferde von der Mongolei bis nach Mitteleuropa verbreitet. Die letzten wirklich frei lebenden Wildpferde sind etwa um 1960 endgültig ausgestorben. Als einzige ursprünglich Wildpferdart hat das Przewalski-Pferd in Gehegen und Zoos überlebt und wurde intensiv nachgezüchtet. Der Name stammt von Nikolai Michailowitch Przewalski, der diese Pferdart 1879 in den Steppen der Mongolei wieder entdeckt und erforscht hat.
Im Vergleich zu den bekannten Hauspferderassen ist das Przewalski-Pferd mit einer Schulterhöhe bis zu 145cm relativ klein. Es erreicht ein Gewicht von etwa 250-300kg. Die Fellfärbe variiert von gelblich bis rötlich und weist an den Flanken hellere Farbtöne auf. In freier Natur leben die Wildpferde in Herden, bei denen ein Leithengst für die Sicherheit der Herde und für die Fortpflanzung zuständig ist. Seine Position muss er permanent gegen nachrückende Junghengste verteidigen, teilweise in verbitterten Kämpfen, bei denen sich die Tiere schwer verletzten können. Die Leitstute, meist ist dies das älteste und erfahrenste weibliche Tier, führt die Herde zu Futterplätzen, Wasser und Ruheplätzen. Die Verständigung der Tiere erfolgt über Körpersignale und leises Schnauben und Brummen. Wildpferde wiehern kaum, da dies Feinde auf sie aufmerksam machen könnte. Das mögliche Höchstalter der Pferde wird auf ca. 25 Jahre geschätzt.

Wildpferde ernähren sich überwiegend von Gras, Kräutern und gelegentlich Laub. Eine bekannte halbwild lebende Pferdeherde gibt es z.B. in Deutschland in Dülmen, in verschiedenen Regionen plant man diese Pferde zur Landschaftspflege in Auenlandschaft wieder auszusetzen. So kann mit etwas Glück das Wildpferd wieder ein Bestandteil unserer Natur werden.