Erlebnisland Saarland- der Schnullerbaum von Illingen

Gestern hat mich eine Pressemitteilung in unserer Zeitung neugierig gemacht. Da war zu lesen, dass unser Bürgermeister und ein Kandidat zur Landratswahl in Illingen einen Schnullerbaum gepflanzt haben. Als naturinteressierter Mensch bin ich natürlich neugierig geworden und habe mir die Baumart heute Morgen mal genauer angesehen.


Der Baum hat mich sehr überrascht.

Der Standort des Baumes ist auf einem kleinen Hügel, direkt zwischen Kinderspielplatz und Kindergarten. Der Baum hat einen sehr hohen Stamm von etwas über 2m und bei näherem Hinsehen kann man in seinen Ästen besondere Früchte entdecken.


Im Baum hängen Schnuller, oder fachlich richtig beschrieben, Beruhigungssauger, die dazu dienen, das Saugbedürfnis von Säuglingen und Kleinkindern zu befriedigen. Jetzt wurde mir schlagartig klar, das es sich hier nicht um einen neue Baumart handelte, sondern vielmehr um ein pädagogisches Hilfsmittel, um Kinder, ab einem gewissen Alter den Schnuller abzugewöhnen. In meiner Kindheit musste dafür der Nikolaus oder der Osterhase herhalten, der im Tausch gegen ein kleines Geschenk den Schnuller mitnahm. Bei vielen Kindern führte dieses traumatisches Ereignisse zu einem lebenslangen gestörten Verhältnis zu Osterhase und Nikolaus, dass sich noch verstärkte, als man später die wahre Indentität der Übeltäter erkannte.
So ist dieser Baum schon eine gute Idee, Kinder zur Abgabe ihres Schnullers zu bewegen.


So kann man eigentlich den Aufenthalt im Kindergarten oder auf dem Spielplatz nutzen, um Kinder zu überreden ihren Schnuller dem Baum zu schenken, wäre da nicht die Höhe des Baums, ohne Leiter geht da nichts, ausser der Papa ist über 2m groß.
Wenn Sie also künftig in Illingen einen Papa oder eine Mama mit Kleinkind, Schnuller und Standleiter entdecken, keine Angst die klauen kein Obst, die sind  auf dem Weg zum Schnullerbaum.

Kennen Sie auch einen Schnullerbaum, dann melden Sie sich bitte, mich würde interessieren, wie weit diese Baumart weltweit verbreitet ist.