Einfaches Winterquartier für einen Glücksbringer, unseren Marienkäfer.




Mit ganz einfachen Mitteln können Sie für unseren Marienkäfer ein Winterquartier basteln, Sie brauchen nur Laub, ein Stück Rinde und einen Draht.
Laub gibt es im Wald zu dieser Jahreszeit wirklich genung.


Sammeln Sie ein paar Hände Laub und suchen Sie ein Stück Rinde im Wald, ca. 10 cm x10 cm.

 Biegen Sie den Draht am unteren Ende etwas um und schieben Sie die Blätter auf den Draht.


Bauen Sie so einen kleinen Turm von ca. 10 cm Höhe.


Zum Schluss schieben Sie die Rinde, als kleines Schutzdach über die Blätter.


Fertig ist das Marienkäferhotel für den Winter. Hängen Sie die Überwinterungshilfe an einen geschützten Ort im Garten. Ich habe mein Hotel im Brennholzschuppen aufgehängt. So können Sie mit ganz wenig Aufwand den Marienkäfern helfen, die brauchen unsere Hilfe wirklich.




Der Marienkäfer- ein Glücksbringer unter Konkurrenzdruck
Der Marienkäfer ist ein wahrer Symphatieträger unter den Insekten und Kindern schon als Glücksbringer bekannt. Auf zahllosen Anhängern, Glückswunschkarten ist er verewigt. Schon unter den Germanen galt eine besondere Variantes des Marienkäfers als heiliges Tier, der Siebenpunkt Marienkäfer und dies hat sich bis heute nicht geändert,. Er gehört zu der am häufigsten vorkommenden Marienkäferart. Allein in Deutschland gibt es rund 70 verschiedene Arten, die sich in Farbe und Punktzahl unterscheiden.

Sein Name stammt aus einem alten Volksglauben, früher glaubte man die Mutter Gottes persönlich hat den Marienkäfer zu den Menschen geschickt, damit er Schädlinge vernichtet.
Und das macht er sehr effektiv, vor allem Blattläuse gehören zu seiner Lieblingsspeise. Bis zu 150 Blattläuse verspeist dieser kleine Glücksbringer täglich. Ameisen, die die Blattläuse wie eine Art Milchkühe halten und regelmäßig melken sind davon natürlich nicht begeistert und greifen den Käfern an. Mit einer besonderen Abwehrflüssigkeit wehrt der sich dann erfolgreich gegen die Angreifer, eine weitere Abwehrmaßnahme ist totstellen. Droht Gefahr zieht er seine Beine an und bewegt sich nicht bis die Gefahr vorüber ist. 

Die Käfer legen ihre Eier im Frühjahr an Zweigen und Blättern ab und nach etwa einer Woche schlüpfen die Larven mit ebenfalls riesigem Appetit auf Blattläuse. Nach einigen Wochen verpuppen die Larven und entwickeln sich zu Käfern. Diese suchen dann im Herbst ihre Winterquartiere auf, hier können wir mit geeigneten Insektenhotels helfen. Die Lebenserwartung des Marienkäfer liegt bei etwa 1 Jahr.


Den besonderen Hunger auf Blattläuse machte man sich im professionellen Gartenbau zunutze und hat unter anderem auch asiatische Marienkäfer eingesetzt, dieser hat einen größeren Appetit und erzeugt auch mehr Nachwuchs zudem ist resistenter gegen Pilzkrankheiten. Besonders eine Parasitenart kann dem asiatischen Marienkäfer nichts anhaben, wird aber über ihn übertragen und ist für unseren Marienkäfer tödlich. Zwischenzeitlich verbreitet sich der asiatisch Marienkäfer immer mehr in unserer Natur aus und ist mittlerweile ein fester Bestandteil in unserer Käferwelt. Inwieweit er den einheimischen Marienkäfer in seinem Bestand gefährdet, kann derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden. Allerdings wird unser kleiner Glücksbringer nun selbst eine große Ladung Glück brauchen um mit dem von uns geschaffenen Problem klar zukommen.