Samstag, 14. November 2015

Die Mistel-ein magischer Weihnachtsschmuck



 
Seit Menschengedenken ist die Mistel eine ganz besondere Pflanze, um die sich viele Mythen ranken. Die Kelten glaubten an ihre Zauberkraft und selbst im antiken Griechenland sprach man der Mistel besondere Heilkräfte zu. 

Auch heute noch spielen Mistelpräparate in der Naturheilkunde eine wichtige Rolle, allerdings sollte man wie bei allen Naturheilmitteln, immer vorab einen Arzt konsultieren.
Gerade im Herbst, wenn die Bäume ihre Blätter verlieren, fällt der immergrüne Mistelstrauch im Astwerk seiner Wirtsbäume auf. 


Die Mistel lebt als Halbschmarotzer auf Bäume, d.h. sie bezieht von den Bäumen Wasser und Nährstoffe, betreibt aber eigenständig Fotosynthese. Bei uns kommen drei verschiedene Mistelarten vor, die man allerdings kaum äußerlich unterscheiden kann und  die nur über die Wirtsbäume zu bestimmen sind, die Kiefernmistel, die Tannenmistel und die Laubholzmistel.
Normalerweise ist der Mistelbefall für den Wirtsbaum unschädlich, allerdings kann bei Massenbefall auch der Baum geschädigt werden.


Besonders auffallend sind die  weiß-silbrig glänzenden Beeren der Misteln, die für uns giftig, aber für einige Vögel wahre Leckerbissen sind. Diese Beeren haben einen stark klebrigen Inhalt, der an Vogelschnäbeln haften bleibt und so den Samen der Misteln  weitertransportiert. Bringen Vögel den Samen an einen Ast, treibt der Samen aus und bildet eine Haftscheibe. Die Pflanze bohrt sich dann in die Nährstoffleitungen des Wirtsbaums und ein neuer Mistelstrauch beginnt zu wachsen. Mistel sind in manchen Regionen ein beliebter Weihnachtsschmuck, allerdings darf man sie nicht so einfach aus der Natur entnehmen, sie stehen, wie alle wildlebenden Pflanzen oder Tiere,  unter Naturschutz, es sei denn Stürme haben sie von den Bäumen abgerissen und die Büsche liegen am Boden. Vorsichtig sollte man auch sein, wen man unter einem Mistelstrauch küsst, nach altem Brauch heiratet man diese Person im nächsten Jahr.