Mittwoch, 23. September 2015

Honig-jede Sorte ein besonderer Genuss.



Honigsorten

Der Geschmack, die Farbe und der Geruch von Honig sind in erster Linie abhängig von den Pflanzen die die Bienen besuchen. Mancher Honig scheint besondere Heilkräfte zu haben.

Blütenhonig  wird aus dem Blütennektar von Pflanzen gewonnen. Trägt der Honig den Namen der Pflanze, muss mindestens 50% Nektaranteil der Pflanze enthalten sein. So gibt es z.B. Rapshonig, ein cremiger, heller Honig mit mildem Aroma oder Sonnenblumenhonig mit kräftigem Geschmack und gelber Farbe. 




Es gibt sehr viele Honigsorten und deshalb ist durchaus interessant, sich ein Probierset mit kleinen Gläsern, verschiedener Sorten zu kaufen und so seine gewünschte Geschmacksrichtung herauszufinden. Natürlich kommt es auch auf den Verwendungszweck an, nehmen sie Honig zum Süßen von Getränken, oder zum Backen, oder wollen sie ihr Frühstücksbrot damit belegen.




Mein Lieblingshonig, ist ein Honig dem Propolis zugesetzt wurde. Es ist eine Spezialität von meinem Imker, ein goldfarbener, kräftiger Honig mit herrlichem Geschmack. Den esse ich täglich, entweder auf den Frühstücksbrot oder im Müsli untergemischt. Propolis ist ein Produkt, was die Bienen aus Baumharz herstellen, es dient der Gesundheitsvorsorge im Bienenvolk. Dieses Propolis wirkt bakterientötend und wird auch in der Naturheilkunde eingesetzt. In einem der nächsten Artikel werde ich diese besondere Bienenprodukt ausführlich vorstellen.

Eine weitere interessante Honigspezialität ist dieser Wabenhonig, hier wurden Teile der Bienenwaben untergemischt, ein ganz besonderes Geschmackserlebnis.




Honig wird aber nicht nur aus Nektar erzeugt, Bienen nutzen auch Honigtau und erzeugen daraus Honig. Die Bienen nehmen dazu die Ausscheidungen von Pflanzenläusen auf und verarbeiten sie. Dieser Honig wird allgemein als Waldhonig bezeichnet. Er hat einen kräftigen, herben Geschmack und ist hell- bis dunkelbraun gefärbt.
Blatthonig ist der Honigtau von Laubbäumen, Bei Tannenhonig stammt der Honigtau, wie der Name schon sagt von Tannen. Dieser Honig hat einen würzigen Geschmack und bleibt lange flüssig.
Eine Besonderheit bildet der gefilterte Honig, hierbei wird dem Honig durch ein besonderes Filterverfahren die Pollen entzogen, durch dieses Verfahren wird der Honig für Pollenallergiker verträglicher und feincremiger. Nachteil ist allerdings, dass man durch die fehlenden Pollen seine Herkunft nicht mehr feststellen kann. Und Manipulationen nicht auszuschließen sind. Besondere Geschmacksrichtung werden zwischenzeitlich gemischt, z.B. ein Winterhonig mit Zimt und Walnuss, oder ein Honig mit Gewürzen, hier gibt es mittlerweile sehr viele Geschmacksrichtungen.

Der Medizinmann unter den Honigsorten-Manuka-Honig.


Manuka-Honig ist eine geheimnisvolle Honigsorte, der ganz besondere Heilkräfte nachgesagt werden. Manuka-Honig kommt aus Neuseeland und stammt vom Nektar des Manuka-Strauches, einem Verwandten des australischen Teebaums. Seit Jahrhunderten wird dieser Honig bei den Ureinwohnern Neuseelands, den Maori, als Naturheilmittel genutzt. Er ist hochwirksam bei Krankheiten deren Ursache Bakterien, Viren und Pilze sind. Manuka-Honig wird eingesetzt bei Wundbehandlungen, Magen- und Darmbeschwerden, Hautinfektionen, Atemwegserkrankungen und anderen Entzündungserkrankungen. Die besondere Wirksamkeit wird auf den Hauptwirkstoff Methylglyoxal, kurz MGO, zurückgeführt. Dieser Gehalt zeichnet die Echtheit und den Wirkungsgehalt des Manuka-Honigs aus. Leider ist wie bei allen besonderen Produkten die Gefahr von Fälschungen sehr groß, dies gilt auch für diesen Honig, so gibt Neuseeland eine Produktionskapazität von jährlich 1700 Tonnen an, verkauft werden aber jährlich weltweit ca. 10000 Tonnen. Deshalb sollte man unbedingt darauf achten, dass man den Honig nur aus seriösen Quellen bezieht und überprüft wie hoch der MGO-Gehalt ist, dieser ist bei seriösen Anbietern auf dem Etikett angegeben.
Ich persönlich habe Manuka-Honig noch nicht probiert, bin aber überzeugt von der grundsätzlichen Heilwirkung von Honig und esse auch recht viel davon, er dient mir zur Gesundheitsvorsorge. Bei ernsten gesundheitlichen Problemen sollte man allerdings immer zuerst eine Arzt konsultieren, bevor man Eigenbehandlungen mit Naturmitteln startet.

Mehr Informationen zu Manuka-Honig, Preisen und Bestellmöglichkeiten erhalten Sie über diesen Link. 

Verwendung von Honig

Honig ist ein beliebter Grundstoff bei der Herstellung von Getränken. Sein hoher Zuckergehalt und sein besonderer Geschmack werden gerne genutzt zur Zubereitung alkoholischer Getränke. Bekannt ist seit langer Zeit der Honigwein, Met, ein aus vergorenem Honig hergestellter Wein.
Bei besonderen Biersorten wird Honig dem Brauprozess zugegeben. Auch bei der Zubereitung von Likören wird Honig gerne eingesetzt.

Honig in der Naturheilkunde. 

Honig ist ein Lebensmittel und darf nach geltendem Recht in Deutschland nicht mit Heilwirkung beworben werden. Honig gilt als entzündungshemmend und man schreibt ihm eine positive Wirkung auf die Wundheilung zu. Besondere Honigsorten werden zunehmend in der Wundbehandlung eingesetzt. Allerdings handelt es sich hierbei um besonders behandelte Honigsorten, die keimfrei gemacht wurden. Handelsüblicher Honig ist für diese Anwendungen nicht geeignet.

Honigarten

Je nach Verarbeitung unterscheidet man verschiedene Honigarten.
Scheibenhonig
Von Scheibenhonig spricht man, wenn der Honig ausschließlich aus reinen Naturwaben gewonnen wurde, also die Bienen die Waben komplett errichtet haben ohne vom Imker zur Verfügung gestellten Mittelwände.
Wabenhonig
Wabenhonig ist ähnlich dem Scheibenhonig, allerdings dürfen hier künstliche Mittelwände, als Bauhilfen den Bienen zur Verfügung gestellt werden.
Tropf-Press- oder Stampfhonig
Bei diesem Honig wird keine Honigschleuder verwendet sondern die Waben  werden zerkleinert und gesiebt oder ausgepresst. Vor dem Einsatz von Honigsc

Wie wähle ich meinen Honig aus?


Ich kaufe meinen Honig sowohl beim Imker, als auch beim Discounter. Allerdings achte ich darauf, dass es Bio-Honig ist. Bio-Honig ist ein, durch EU-Verordnung, geschützter Begriff.

Bienen dürfen nur in Bienenkästen aus natürlichen Stoffen gehalten werden. Es dürfen keine schadstoffhaltigen Farben und Pestizide eingesetzt werden.

Die Bienenstöcke dürfen nur an Stellen aufgestellt werden, bei denen im Umkreis von 3 Km überwiegend Wildpflanzen und Pflanzen aus ökologischem Landbau stehen und keine Schadstoff ausstoßenden Industrien sind wie Kraftwerke, Fabriken und Autobahnen.

Winterfutter der Bienen besteht in erster Linie aus natürlichen Pollen und Nektar, in Ausnahmefällen darf Bio-Zuckersirup zugefüttert werden.

Bei der Honigverarbeitung wird die Bienenstocktemperatur von 40° C nicht überschritten.

Die Bekämpfung von Parasiten erfolgt nur mit natürlichen Mitteln. Honig nach diesen Qualitätskriterien erhalten Sie bei ausgesuchten Imkern, aber auch beim gut sortierten Discounter.
 
Schleudern ist übliche Gewinnungsmethode in der Honigproduktion.
Kaltgeschleuderter Honig
Grundsätzlich wird Honig ohne Wärmezufuhr geschleudert. Wichtig ist beim Honig, dass er bei allen Bearbeitungsschritten nicht über die Temperatur erhitzt wird, die auch im Bienenstock herrscht, nur das garantiert die hohe Qualität des Nahrungsmittels. Im Bienenstock liegt die Temperatur im Bereich der Brutkammern bei konstant 35 Grad.

Aber die Bienen liefern nicht nur Honig, sondern weitere interessante Produkte wie Gelee Royal, Propolis, Blütenpollen, Bienengift und Wachs, die stelle ich im nächsten Artikel vor. 

Bleiben Sie dran!