Donnerstag, 30. Juli 2015

Geboren aus einer kosmischen Katastrophe-das Nördlinger Ries


Das Nördlinger Ries liegt zum großen Teil in Bayern, eine kleiner Fläche gehört zu Baden-Württemberg, den Übergang erkennt man an den "Denkmälern". Das Nördlinger Ries ist ein besonders interessantes Reiseziel, das ich einige Tage besucht habe.

Besonders beeindruckend ist die Entstehungsgeschichte dieser Landschaft, die von einer bewaldeten Hügelkette umrahmt wird. Aus der Luft erkennt man, dass es sich um einen fast kreisrunden Krater von ca. 22 km Durchmesser handelt und die Hügelkette der Rand des Einschlagstrichters ist.


Vor etwa 15 Mio. Jahren ist ein Meteorit von ca. 1 km Durchmesser hier eingeschlagen, mit verheerender Wirkung. Die Sprengkraft entsprach etwa 250000 Hiroshimabomben, vernichtete alles Leben im Umkreis von hunderten Kilometern und bildete diesen riesigen Krater. Heute zählt das Nördlinger Ries zu den besterhaltenen Meteoritenkratern der Erde. In diesem Krater bildete zunächst ein See, der später verlandete und fruchtbaren Boden zurückließ. Ein Grund für die frühe Besiedlung dieser Landschaft. Bereits in der Römerzeit war das Gebiet stark besiedelt, was schon der Name verrät, Ries stammt von den Römern und bedeutet Provinz.


Heute ist das Ries ein beliebtes Urlaubsgebiet, beliebte Touristenziele sind Nördlingen mit seiner historischen Altstadt, dem Stadtmuseum und dem Bayerische Eisenbahnmuseum, übrigens besonders beliebt bei japanischen Reisegästen. Weitere Informationen zu Reisezielen im Ries bietet der Geopark.
Ich wohne einige Tage in einem ruhigen Waldhotel, das stelle ich morgen ausführlicher vor, also bleiben Sie dran.